Immernoch nur ein Fuß im Modebusiness!

Nachdem ich im September Teil einer großartigen Modenschau sein durfte, konnte ich heute einen Blick in Berlins erste Schule für Make-Up-Artists werfen. Es gab Kekse und Tee. Damit war mein Tag ja eigentlich schon perfekt.

Ali hat noch einen drauf gesetzt und aus mir, dem hässlichen Entlein, einen sterbendschönen Schwan gemacht. Finde ich jedenfalls. Für ihre Zwischenprüfung übt sie fleißig, normalerweise an ihren Klassenkameraden, zum Beispiel eine Marylin-Monroe-Mähne oder ein Ballerina-Makeup. Das Thema heute war Gala: Smokey Eyes, rote Lippen und eine Banane auf dem Kopf. Keine echte natürlich. Das heißt nur so.

Hitzeheissnasswickler!Nach dem Haare waschen und gefühlten dreieinhalb Stunden trocken föhnen wurde gekämmt, toupiert, gewickelt und gesprüht. Für die lange Fönzeit war nicht Ali verantwortlich, sondern meine schrecklich dicken Haare. Deshalb wasche ich meine Haare auch am liebsten abends, wickel mir ein Handtuch um den Kopf und hoffe, dass sie am nächsten Morgen trocken sind. Sind sie fast nie.

Als die Heißwickler (oder hießen die Hitzewickler? Jedenfalls waren es keine Nasswickler. Ich würde bei dieser Ausbildung ständig unter Fachbegriffemangel leiden.) dann auf dem Kopf waren, ging alles ziemlich schnell. Mal eben die Augenbrauen in Form gebracht, Augen geschminkt, Nasenrücken geschmälert (das war definitiv der wtf-Moment des Tages: „Du hast mir eine neue Nase gemacht!“). Die Beule am Kopf war auch in Sekundenschnelle weg geschminkt. (Memo an mich selbst: Die neuen Küchenschränke hängen 10cm höher!)

Als dann auch noch die Locken aus den Wicklern kamen, saß mir ein völlig fremder Mensch im Spiegel gegenüber. So hab ich in meinem Leben noch nie ausgesehen. Und wenn ich zu Alis Zwischenprüfung nicht ihr Gala-Model sein kann, werd ich das wahrscheinlich auch nie wieder.

Goldlöckchen. Oder so.Das mit der Banane hat leider nicht ganz so geklappt, wie Ali sich das vorgestellt hat. Ich schiebe das auf meine Haare, die sicherlich mindestens 8 Zentimeter zu lang für diese Frisur sind. Das hat einfach alles nicht so ganz dahin gepasst, wo es hin sollte. Die Enttäuschung hat man ihr ntürlich angesehen, aber ich bin sicher, dass sie es bei der richtigen Haarlänge perfekt hinbekommen hätte. Und wenn sie möchte, darf sie mich vor der Prüfung gern nochmal zum Üben einladen.

Leider war die Frisur schon ausgekämmt, bevor ich ein Foto machen konnte. Aber ich muss zugeben, dass mir die Locken auch sehr gut gefallen haben, und davon habe ich ja ein Erinnerungsfoto!

Es hat unheimlich viel Spaß gemacht, mal wieder hinter die Kulissen zu schauen und ich hab immernoch Bock, tiefer in das Thema einzutauchen und darüber zu schreiben. Topmodel werde ich in diesem Leben keines mehr, und auch kein Modedesigner oder Makup-Artist. Aber vielleicht Fotografin und Modebloggerin, wer weiß? Wenn ihr Stoff und Input für mich habt, gern her damit, ich freu mich drauf!

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