Karaoke und Meeresfrüchte

Thailändische MelonenschnitzkunstVorgestern hab ich noch vom Verreisen geschwärmt, gestern war ich schon in Thailand. Nagut, Thailand war bei mir auf’m Hof.

Die Mädels aus dem Thai-Massage-Laden bei uns im Erdgeschoss haben gestern ein Sommerfest organisiert. Es gab Unmengen an Essen, also Fisch, Scampis, Garnelen (ist das nicht dasselbe?), ähm… Frühlingsrollen und Fisch. Irgendwo soll es auch Hühnchen gegeben haben, aber das habe ich nicht zu Gesicht bekommen. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich mir das Buffet die ersten zwei Stunden nur wehmütig von weitem angesehen hab. Ich kam nämlich grad vom Zahnarzt und meine rechte Gesichtshälfte war gelähmt. Selbst wenn ich versucht hätte zu essen, es wär mir einfach alles aus dem Mund gefallen, und so hab ich brav gewartet. Als ich dann endlich essen konnte, war die Hälfte weg (das meiste vom Fisch auch, zum Glück) und natürlich alles kalt. Aber mit dem richtigen Bier kriegt man auch kalte Frühlingsrollen runter, und später wurde ja auch noch gegrillt.

evtl. der Gewinner von "Thailand sucht den Superstar"?Auf nüchternen Magen wurde ich dann mit der thailändischen Kultur konfrontiert. Anscheinend kann jeder Thailänder singen. Manche sogar so gut, dass sie mit Merchandise-Stand auf einem Sommerfest einer Berliner Hinterhofgemeinde auftreten. Ich glaub die haben den extra einfliegen lassen.

Und dann haben die die ganze Zeit mit Geld um sich geschmissen. Ich mein, so richtig. Derjenige, der grad gesungen hat, egal ob nur Karaoke oder Thailand sucht den Superstar, hat ’ne Hula-Kette um den Hals gelegt bekommen, wo zehn bis fünfzig Euro dran hingen. Oder auch hundert. Da hab ich dann echt kurz überlegt, ob ich nicht auch irgendwas singe. Aber wirklich nur kurz. Das war es mir dann doch nicht wert.

Thailändische TanzeinlageZwischendurch gab’s noch Tanzeinlagen, noch mehr Karaoke, noch mehr Essen (noch mehr Meeresfrüchte) und noch mehr Bier. Elvis war auch da.

Zum Schluss saßen wir noch gemütlich zusammen, haben gegrillt und ich konnte meine Nachbarn endlich mal ein bisschen näher kennen lernen. Und auch wenn ich das alles zwischendurch immer mal wieder ziemlich merkwürdig fand, hatte ich einen schönen Abend auf meinem Hinterhof in Thailand.

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