Diese Stadt ist zu klein für uns beide, Baby

ptb_berlin_048Bevor ich dich kennen lernte, kannte ich meine Stadt. Ich wusste um meine Lieblingsorte, und ich musste sie nicht ständig besuchen, um zu wissen, dass sie da sind.

Doch dann kamst du. Plötzlich ist Berlin viel größer, viel interessanter als jemals zuvor. Du bringst mich an Orte, die ich schon tausendmal gesehen habe, an denen ich schon millionenfach vorbei gelaufen bin und die ich doch nicht kannte. Nicht liebte, so wie jetzt. Mit dir entdecke ich meine Stadt neu.

Und mich ergreift eine Sehnsucht. Ein Verlangen, dessen ich mir vorher nicht bewusst war und das sich doch so anfühlt, als wäre es schon immer da gewesen. Ich will jeden Winkel, jede Ecke, jede noch so unscheinbar wirkende Gasse dieser Stadt sehen, erkunden, begreifen. Mit dir.

Und bald werde ich merken: Diese Stadt ist zu klein für uns beide. Ich will hinaus in die Welt, mit dir, zu Orten, die wir uns nicht vorstellen können. Küss mich auf dem Eiffelturm in Paris, in einer Gondel unter Venedigs Brücken, mitten auf den Ramblas von Barcelona. Küss mich an jedem Fleck dieser wunderschönen Welt.

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.kreaTIEF

Ich glaub das Wort hab ich schon lang nicht mehr benutzt. Ich hab’s oft verwendet, wenn ich irgendwas kreatives schaffen wollte, ein neues Webseiten-Design, einen Blogeintrag, ein Möbelstück, und mein Kopf war voll mit Ideen, aber ich hab einfach nichts zustande gebracht. Ich hockte in einem kreativen Tief, kreaTIEF. Ich liebe Wortspiele.

Mein letztes kreaTIEF ist nun sicher schon ein paar Jahre her… Weil ich in den letzten Jahren aber auch nur wenig versucht habe, irgendwas zu erschaffen. Gestern wollte ich unbedingt schreiben, aber die Worte fanden den Weg aus meinem Kopf nicht auf den Monitor, heute habe ich ein bisschen am Design gespielt, aber war auch mit nichts zufrieden. Nun sitze ich also hier und schreibe darüber, dass ich nicht schreiben kann, nicht zeichnen, nur rumsitzen und grübeln.

Und das ist unglaublich nervig, weil ich ganz genau weiß, wie es sich anfühlen kann, stolz auf das zu sein, was man geschafft hat.

17 Tage [Kopfchaos]

Vorhin dachte ich noch, wie gut es mir geht, ist schon fast unheimlich, da ist doch was faul.

Man kann eine unheimlich gute Episode haben, und dann plötzlich ist das wieder vorbei und man sitzt alleine zu Hause und versucht in Worte zu fassen was mit einem los ist und findet keine und ist einfach nur traurig und weiß nicht warum, weil bis eben ja alles noch gut war.

Was macht man in solchen Momenten? Geht man einfach schlafen und hofft, dass am nächsten Tag alles wieder normal ist? Oder stürzt man sich auf die Arbeit, von der in jeder Ecke etwas liegt? Dann fällt einem auf, dass das alles auch gestern schon da war und vorgestern und dass es gar nicht so gut gewesen sein kann wenn man es nicht mal geschafft hat einkaufen zu gehen oder die Spülmaschine auszuräumen oder sein Bett zu machen. Und dann ist man nicht nur traurig sondern auch wütend und die ganze gute Energie die man am Tag davor gesammelt hat ist einfach wieder aufgebraucht und man ist keinen Schritt weiter gekommen.

Es tut mir Leid, ich kann heute einfach nichts positives schreiben, aber ich kann auch nicht nichts schreiben. Das wird vielleicht noch öfter vorkommen. Nein, das wird sogar sehr wahrscheinlich noch öfter vorkommen.

10 Dinge, die mein Leben schön machen

Wenn man schlechte Laune hat, einfach mal aufschreiben, was einem gut tut. Hilft meistens.

1. spontan sein
2. wenn Paula sagt, dass ich hübsch bin
3. völlig unerwartet auf alte Freunde treffen
4. Brownies
5. wenn meine Eltern betonen, dass ich immer noch ihr Kind bin
6. einen richtig guten Film in einem richtig guten Kino sehen
7. Donuts
8. wenn Wünsche in Erfüllung gehen
9. Pläne schmieden
10. Vorfreude

Was macht euer Leben schön?