Das ist das, was gerade in meinem Kopf abgeht. Ich weiß nicht wohin mit all dieser Motivation, mit der ich ins neue Jahr gestartet bin, mir fehlen die Worte wenn ich über Kay sprechen will, aber auch, wenn ich über Martin spreche, das ist alles selbst für mich so kompliziert und durcheinander, dass ich es manchmal einfach nicht schaffe, die richtigen Worte zu finden.
Aber langsam wird es Zeit, es wenigstens zu versuchen.
In den letzten Dezemberwochen habe ich den Kontakt mit Martin wieder aufgenommen. Ich wollte wissen was er macht, ob es ihm gut geht, ich war neugierig, ob er noch ab und zu an mich denkt, so wie ich immer wieder an ihn denken musste. Also hab ich mir ein Herz gefasst und ihm geschrieben – und mich wahnsinnig gefreut, als seine Antwort kam. Mit dieser Freude hatte ich nicht gerechnet, und ganz bestimmt auch nicht mit dem, was danach passiert ist. Wir haben uns verabredet, auf einen Kakao, einfach mal kurz wieder sehen und ein bisschen quatschen, ist ja nichts dabei, hab ich gedacht, wird schon nichts passieren. Ja, hab ich gedacht.
Als er dann aber vor mir stand, hatte ich das alles vergessen – ich wollte nur noch seine Hand halten, ihn umarmen, von ihm gehalten und geküsst werden… alle Gefühle, die ich verloren geglaubt hatte, waren plötzlich wieder da. Wahrscheinlich waren sie nie wirklich weg. Nach einem wunderschönen Nachmittag mit Martin und Paula kam dann eine schwere Entscheidung auf mich zu – was sollte ich denn jetzt machen? Ich war mit Kay zusammen, und eigentlich klappte das doch auch ganz gut, Kay ist ja auch ein toller Mensch. Aber scheinbar hatte ich mich in den Gefühlen zu ihm geirrt, mir selbst etwas vorgemacht. Und ich wollte ihn nicht belügen – also hab ich ihm alles gesagt. Und dann war ich auch schon Single.
Jetzt bin ich wieder mit Martin zusammen. Ich bin glücklich, sehr sogar, und ich freue mich auf die vielen Jahre, die wir jetzt zusammen erleben können. Denn den Fehler, ihn nochmal wegzuschicken, werde ich ganz bestimmt nicht noch einmal machen!
Das war also meine Prognose zum Thema Nadue & die Liebe für’s kommende Jahr (& die nächsten 80!). Das Berufsleben wird auch nicht so weiter gehen wie bisher, auch da hat sich etwas geändert. Alles muss ein bisschen schneller gehen, und dabei muss ich auch noch besser werden – In der Werkstatt und in der Schule. Heut bei der Fachkunde-Klausur bin ich ganz schön unter Zeitdruck geraten, hatte schon die Befürchtung, dass ich nicht rechtzeitig fertig werde. Hab’s dann aber doch geschafft, und mein Gefühl sagt mir, dass ich im 1er-Bereich bleibe. In den nächsten Wochen wird in der Werkstatt wieder viel mit der Hand gearbeitet, denn im März kommt, soweit ich weiß, schon die Zwischenprüfung. Und irgendwie freue ich mich darauf, mir selbst beweisen zu können, dass ich es drauf habe, dass ich definitiv im richtigen Berufsfeld sitze und aus mir einmal eine ziemlich gute Tischlerin wird. Die anderen glauben ja auch dran, also kann ich langsam auch mal damit anfangen!
So. Wenn ich schon so ‘ne Jahresprognose starte, dann muss ich auch über den letzten Tag im letzten Jahr schreiben. Ich hatte ja diesmal meine erste richtige eigene Silvesterparty, es war ‘ne tolle Party, auch wenn einiges nicht so gelaufen ist wie ich’s mir vorgestellt hatte… Das erste Drama kam ja schon, als es ums Einkaufen ging – mein Konto hat einfach kein Futter bekommen, so dass ich mir etwas leihen musste – ausgerechnet von Martin, der auch sonstwas hätte denken können. Aber das hat er zum Glück nicht und so hat er uns erstmal die Party gerettet. Dann bin ich am Silvestertag einfach nicht mit dem Essen machen fertig geworden. Die Kräuterbutter war anstrengend, aber sehr lecker, und trotzdem ist davon jede Menge übrig geblieben. Ist aber gar nicht schlimm, die schmeckt auch heute noch und es ist toll, selbst gemachte Kräuterbutter griffbereit im Kühlschrank stehen zu haben. Mittlerweile ist sie fast leer, das meiste davon in meinem Bauch. Die Aioli ist leider überhaupt nichts geworden, wahrscheinlich hab ich das Öl zu schnell unter gerührt, aber Martin wird mir demnächst einfach mal zeigen müssen, wie man Mayonaise richtig macht. Und dann muss da ja auch nur noch Knoblauch und Kräuterkram rein. Die Puten-Zucchini-Röllchen mit Feta waren viel zu schnell weg, aber die Mitbringsel von Mama (Kartoffelsalat und gefüllte Eier) und Wiebke (Buletten mit und ohne Feta-Füllung) waren auf jeden Fall auch nicht zu verachten. Und für die pikanten Windbeutel muss ich noch ein bisschen meinen Ofen testen! Nächstes Jahr brauche ich dann nur etwas mehr Überredungskunst, um die Leute für die Raketen nach draußen zu bekommen, dann wird’s nächstes Jahr eine noch tollere Party. Danke trotzdem an alle die da waren, ich hatte ‘ne Menge Spaß und ich glaube ihr auch! Fotos gibt’s übrigens bei Wiebke und Kevin auf Facebook.
So, das war ein halber Roman, ich hoffe ihr seid überhaupt bis hier gekommen. Ich wünsche euch allen ein tolles Jahr, viel Glück und Gesundheit. Achja, und einen schönen Heilige-Drei-Könige-Abend, is ja heute.
Eins hab ich noch: Ravii, wenn du das hier liest, ich vermiss dich und war heute früh ganz traurig. Das war heute gar kein richtiger Donnerstag! Lieb Dich!!


Hey Nadue,
du machst dir immernoch manchesmal um einige Dinge zu viele Gedanken :wink:
Es freut mich das ihr zwei wieder beisammen seit. Von daher alles Gute :laugh:
danke :heart: